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Institut für Sportpublizistik, Köln:
Nationale Lokalsportstudie Print (Tagespresse)
Institut für Sportpublizistik, Universität Köln, Laufzeit bis September 2003
In Kooperation haben die Deutsche Sporthochschule Köln und der Verband Deutscher Lokalzeitungen e.V. am 1. November 2002 eine „Nationale Lokalsportstudie Print“ gestartet. Aufgrund eines immer stärker ausdifferenzierten Sport- und Freizeitverhaltens der Menschen muss die Frage gestellt werden, ob - und in welcher Weise – der Lokalsport der Tageszeitung überhaupt dem sportlichen Geschehen in lokalen Kommunikationsräumen gerecht wird? Welche Themen spiegelt der publizierte Lokalsport eigentlich wieder? Wie werden die unterschiedlichen sportlichen/bewegungs- und freizeitorientierten Themen redaktionell aufbereitet? Oder generalisierend – mit Blick auf eine zukunftssichernde Leserschaft - gefragt: Welche Quantität und Qualität kann dem Lokalsport in der Tageszeitung zugewiesen werden? Die bundesweite Studie soll dazu einen ersten umfassenden Überblick geben und die Qualität in der Lokalsportberichterstattung voranbringen.
Über einen Zeitraum von einem Jahr wird hierfür die Lokalsportberichterstattung von 45 Lokalzeitungen in vier Wellen ausgewertet. Rund 15.000 Artikel fließen so in die Untersuchung ein. Die Auflagenhöhe der ausgewählten Zeitungen liegt dabei zwischen 3.000 und 90.000 verkauften Exemplaren.
Neben der Inhaltsanalyse werden die teilnehmenden Redaktionen zu den Produktionsbedingungen und weiteren Rahmendaten befragt. Auf mehreren Symposien im Jahr 2003 werden die Ergebnisse vorgestellt.
Kontakt:
grosse@sportpublizistik.de
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Prof. Dr. Jürgen Wilke:
Zeitungsbilder in der Wahlkampfberichterstattung 1949 bis 2002
Projekt Institut für Publizistik, Universität Mainz, fertiggestellt 2003
Veröffentlichung in Vorbereitung
Die Tagespresse ist zwar immer noch ein Medium primär in gedruckter Sprache. Aber auch sie hat zunehmend ein "visuelleres" Gesicht bekommen. Wie hat sich dies in der Wahlkampfberichterstattung niedergeschlagen? Dies lässt sich anhand einer Untersuchung beantworten, die sich auf alle Bundestagswahlen seit 1949 erstreckte. Auch die jüngste Wahl im September 2002 wurde einbezogen. Gegenstand der Untersuchung waren die "Frankfurter Rundschau", die "Süddeutsche Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Die Welt" (1949: "Der Tagesspiegel" anstelle der FAZ). Aus den letzten vier Wochen vor dem Wahltag, sozusagen der "heißen Phase" des Wahlkampfs, wurde jede zweite Ausgabe dieser Zeitungen ausgewählt.
Nicht überraschend ist, dass die Anzahl der Fotos in der Wahlkampfberichterstattung zugenommen hat. 1949 war es im Untersuchungszeitraum lediglich ein Foto, 2002 dagegen wurden 70 veröffentlicht. Allerdings gab es von Wahl zu Wahl Schwankungen. Schon 1976 und dann wieder 1998 gab es besonders viele Fotos. Doch der Gipfel wurde erst bei der jüngsten Bundestagswahl erreicht, nie zuvor gab es so viele Bilder. Allerdings geht dieser Anstieg überwiegend auf das Konto einer Zeitung, und zwar der "Welt". Sie war 2002 nicht nur das Blatt mit den meisten (Kandidaten-)Fotos, sondern auch das kreativste hinsichtlich der Bildgestaltung.
An den Fotos, mit denen die Zeitungen ihre journalistischen Beiträge illustriert haben, lassen sich mehrere Entwicklungen festmachen. Technisch sind die Bilder variantenreicher und perfekt geworden. Einfache Porträtaufnahmen standen am Anfang, seit den 1980er-Jahren kamen Groß- und Nahaufnahmen auf. Ferner zeigt sich langfristig ein Motivwechsel, der auf Veränderungen in der Wahlkampfführung zurückweist. Auch nutzten die Parteien seitdem die Möglichkeit, ihre Slogans über die Fotos der Kandidaten zu vermitteln. Zudem gibt es zunehmend expressivere und auch private Bilder der Kanzlerkandidaten. Neuerdings findet man ferner synkretistische Bilder sowie auch Beispiele für visuelle Selbstreferenz.
Kontakt:
juergen.wilke@uni-mainz.de
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Michael Elster:
Die Anfänge der großen westdeutschen Tageszeitungen 1945-1949
Diplomarbeit Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Marburg, fertiggestellt 2002 Betreuer: Prof. Dr. Peter Borscheid, Institut für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
(Zusammenfassung der Einleitung) Hat die Pressepolitik der Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg unsere heutige Zeitungslandschaft bestimmt? Ist der gegenwärtige Zustand nur ein leicht modernisiertes Abbild der Nachkriegszeit? Warum gibt es in Gebiet der ehemaligen französischen Besatzungszone heute gar keine überregionale Zeitung, in der ehemaligen britischen nur die defizitäre WELT, in der ehemaligen amerikanischen Zone aber drei überregionale Zeitungen? Diese und andere Fragen will die Untersuchung beantworten. Hierzu untersucht sie chronologisch die Entwicklung des Zeitungsmarktes getrennt nach den drei Zonen und schließt hierbei auch Fragen der Rohstoffversorgung und des Verhältnisses Zeitungsverleger vs. Druckereibesitzer ein.
Die stichprobenartige inhaltliche Untersuchung der heute überregionalen Zeitungen soll die sich formierenden Charakteristika aufzeigen. Zudem wurden ausführlich die Merkmale Erscheinungshäufigkeit, Umfang, Anzeigenvolumen und Auflagenentwicklung dieser Titel im Zeitraum 1945 - 1949 untersucht.
Kontakt und Bestellung der Arbeit auf CD-ROM im PDF-Format (135 Seiten,48 Abbildungen), Schutzgebühr 12 EUR:
michael-elster@web.de
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Bettina Kaltenhäuser:
Über die Abstimmung am Kiosk. Der Einfluss der Titelblatt-Gestaltung von Spiegel, Focus und Stern auf die Einzelverkaufsauflage
Dissertation Kommunikationswissenschaften, Universität Mainz, abgeschlossen im Juli 2004
Betreuer: Prof. Dr. Hans Mathias Kepplinger, Institut für Publizistik
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit dem Einfluss der
Titelseitengestaltung politischer Publikumszeitschriften auf ihren
Einzelverkauf. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die drei aktuellen
Magazine Spiegel, Focus und Stern, für die jeweils für die Ausgaben der
Jahre 1997 bis 2001 der Zusammenhang zwischen Titelseitengestaltung und
Einzelverkauf analysiert wird.
Potentiell verkaufsbeeinflussende Titelseitenmerkmale werden aus drei
Ansätzen der Wahrnehmungspsychologie sowie einem motivationstheoretischen
Ansatz der Rezipientenforschung abgeleitet. Neben den Titelseitenmerkmalen
selbst wird der Gesamteindruck berücksichtigt, den die Titelblätter
hervorrufen. Die Höhe der Einzelverkaufsauflage wird über die heftbezogene
Einzelverkaufsauflage quantifiziert, die von der Informationsgemeinschaft
zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) ausgewiesen
wird. Zentrale Einflussgrößen, die neben dem Titelblatt auf den
Einzelverkauf wirken, werden systematisiert, diskutiert und zum Teil
kontrolliert.
Multiple Regressionsanalysen ergeben, dass es keine Rolle für den
Einzelverkauf einer Zeitschrift spielt, wie der Titel im Ganzen auf den
Betrachter wirkt, ob das Titelblatt z.B. eher schön oder eher hässlich
anmutet. Dagegen besitzen die Titelseitenmerkmale einen direkten und
signifikanten Einfluss auf die Einzelverkaufsauflage. Allerdings wirken sich
gleiche Merkmale auf den Verkauf unterschiedlicher Blätter verschieden aus.
Beispielsweise profitiert der Spiegel von monothematischen Ausgaben, während
bei Focus Servicetitelthemen positiv auf die Nachfrage wirken. Wie zu
erwarten bleibt der Erklärungsbeitrag von Titelblattmerkmalen im Vergleich
zu Umweltfaktoren, wie z.B. der Saison oder der Länge des Verkaufszeitraums,
relativ gering.
Die Dissertation wird im Juni 2005 im Deutschen Universitätsverlag
veröffentlicht.
Kontakt:
bettina.kaltenhaeuser@gmx.de
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Josef Hahn:
Stadtmagazine als lokale Politikvermittler für junge Menschen. Eine
inhaltsanalytische Untersuchung von fünf Jahrgängen der Stadtmagazine Lift Stuttgart und Prinz Stuttgart.
Magisterarbeit Sozialwissenschaften/Politik, Universität Stuttgart, Herbst 2001
Betreuer: Prof. Dr. Frank Brettschneider, Prof. Dr. Oscar W. Gabriel
Bereits 1993 befand eine Studie aus Allensbach, dass immer weniger junge
Menschen unter 30 Jahren eine Tageszeitung lesen. Die aktuellen AWA-Daten (Allensbacher Werbeträger-Analyse) bestätigen erneut diesen Trend. Tageszeitungen scheinen also ihrer Aufgabe der politischen Information und Sozialisation unter
jungen Menschen nicht mehr gerecht zu werden.
Dies führt zu der Frage, ob Jugendliche durch andere lokale Medien politisch informiert werden.
Stadtmagazine sprechen eine junge Leserschaft an. Zudem haben sie ihre Wurzeln
in der Alternativen Presse der 70er Jahre. Anhand von fünf vollständigen Jahrgängen der Stuttgarter Stadtmagazine "Lift" und "Prinz" (jeweils 60 Ausgaben) untersucht der Autor den Anteil politischer Themen, die Ausrichtung politischer Berichterstattung (neutral/tendenziell) und die Veränderungen in den fünf Jahren Stichjahren.
Die Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Inhaltsanalyse werden mit den Ergebnissen einer ähnlichen Untersuchung zu politischer Berichterstattung in Stuttgarter Tageszeitungen von Katja Neller 1999 verglichen.
Die Beziehungen zwischen der politischen Berichterstattung und der jungen Leserschaft wird abschließend mit Hilfe von AWA-Daten zum politischen Interesse der
Mediennutzer bewertet.
Drei Kapitel der Arbeit können unter http://www.buero-hahn.de/2work/ma/default.htm heruntergeladen werden. Interessenten an der vollständigen Magisterarbeit senden bitte eine email an:
jhahn@buero-hahn.de
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